Medieninformation | Linienübernahme auch im zweiten Anlauf gescheitert

Landkreis Gotha | 3.4.2017

Das Busunternehmen Wolfgang Steinbrück e. K. ist auch im zweiten Anlauf daran gescheitert, die Liniengenehmigungen für die Strecken der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH (TWSB) zu übernehmen.

Das Landesverwaltungsamt wies den Widerspruch, den der Anwalt des Unternehmens gegen den Versagungsbescheid vom vergangenen Oktober eingelegt hatte, zu Wochenbeginn zurück – mit teils drastischen Formulierungen in der Begründung. Das Omnibusunternehmen wollte die Straßenbahnlinien künftig per Bus bedienen und dabei sogar ohne Zuschüsse auskommen.
 
Neben den schwer wiegenden Festlegungen des Nahverkehrsplans und der Betrauung der TWSB durch den Kreistag, die diesem Vorhaben nach wie vor entgegenstehen, zweifelte das Landesverwaltungsamt in seinem Widerspruchsbescheid insbesondere die Ausführungen zu dem von Steinbrück behaupteten kostendeckenden Betrieb der Strecken an: „Nach allem ist die Behauptung, das Defizit durch eine extreme Einnahmenverbesserung erhöhen zu können widerlegt“, heißt es.
 
Ferner habe „die Anhörung ergeben, dass eine Reihe von in den Antragsunterlagen benannten Haltestellen noch überhaupt nicht existieren und erst noch gebaut werden müssen.“ Diese Kosten seien aber ebenso wenig in die Kalkulation eingestellt wie die Nutzungskosten für bereits bestehende Haltestellen, würde man dem Ansinnen ‚Bus anstelle Bahn‘ folgen.
 

Gegen diese Entscheidung des Landesverwaltungsamts können höchstens noch Gerichte angerufen werden. Unabhängig davon wurden der TWSB die Verlängerungen zu den vorliegenden Liniengenehmigungen bereits erteilt; die entsprechenden Urkunden sind bereits zu Jahresbeginn 2017 übergeben worden.

 

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